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Erschienen in: Direkte Aktion 209 – Jan/Feb 2012

Wundersame Stalinismusheilung durch Geschichtsphilosophie?

Eine Besprechung des Buches Jenseits von Staat, Macht und Gewalt von Abdullah Öcalan

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In linken Diskussionszusammenhängen macht das Gerücht schon länger die Runde: Die Abkehr der kurdischen Bewegung vom Konzept der nationalen Befreiung hin zu einem basisdemokratischen Neuaufbruch. Wie die Verhältnisse in den kurdischen Gebieten tatsächlich zu beurteilen sind, kann an dieser Stelle nicht geklärt werden; über ein paar einführende Gedanken und eine erste kurze Auseinandersetzung mit dem theoretischen Hauptwerk des „Demokratischen Konföderalismus“ von Abdullah Öcalan geht der folgende Artikel nicht hinaus. Ebenso bleibt eine Analyse möglicher Gründe für den vermeintlichen libertären Umschwung des „Apo“ – Generationswechsel an der Basis, Ergebnis theoretischer Überlegungen oder doch nur Verhandlungstaktik – auf der Strecke. Die Brisanz des Themas erfordert diese einschränkenden Worte, aber auch eine weiterführende, aufmerksame Beschäftigung mit dem, was sich in dem ständigen Kriegsgebiet am Ursprung von Euphrat und Tigris aktuell vollzieht.

Das Berliner Verwaltungsgericht untersagte im November 2011 eine von kurdischen Verbänden und Vereinen am 26. desselben Monats angesetzte Großdemonstration gegen das PKK-Verbot. In Deutschland sitzen etliche KurdInnen aus verschiedenen Ländern und auch einige Deutsche aufgrund der „Unterstützung einer terroristischen Organisation im Ausland“ (§ 129b) im Gefängnis. Sowohl den Aufbau von Organisationsstrukturen als auch die Durchführung von Demonstrationen betreffend, hat es die türkische Rechte in Deutschland deutlich einfacher: So konnten am 22. und 23. Oktober 2011 bundesweit Demonstrationen „gegen den Terror der PKK“ veranstaltet werden, auf denen Parolen und Fahnen der nationalistisch-faschistischen MHP oder auch der islamistischen Mili Görüs stark präsent waren, teilweise – je nach Stadt – sogar deutlich dominierten, ohne dass Gerichte, Polizei oder Presse daran Anstoß genommen hätten.

Die Auseinandersetzung mit der PKK und der kurdischen Bewegung ist für die deutsche Linke nicht einfach: Auf welche Informationen soll vertraut werden, wie lassen sich politische Ziele und Praktiken vor dem Hintergrund einer Situation einschätzen, die für uns kaum vorstellbar ist – die des jahrzehntelangen Krieges? Grundsätzlich lässt sich wohl festhalten, dass ein militärischer Konflikt, zumal über einen so langen Zeitraum – die PKK trat 1978 in den bewaffneten Kampf – zwangsläufig eine inhumane Logik befördert. Dass in Kämpfen und bei Anschlägen Soldaten des türkischen, syrischen oder iranischen Militärs getötet werden, mag noch grausamer Kriegsalltag sein und steht den brutalen Praktiken dieser Staaten gegenüber; die Exekutionen von PKK-Dissidenten in den 80er und frühen 90er Jahren jedoch haben in Verbindung mit einer marxistisch-leninistischen Orthodoxie der PKK den Ruf einer stalinistischen Terrororganisation eingebracht, der sie zusammen mit dem Vorwurf des Nationalismus für weite Teile der undogmatischen und libertären Linken unmöglich machte. Auf Internetseiten wie Wikipedia finden sich weitere abschreckende Informationen, etwa über den Einsatz von Kindersoldaten (der allerdings seit 2001 beendet sei) und den autoritären Führungsstil Abdullah Öcalans. Einiges ist jedoch auch erkennbar konstruiert, etwa wenn auf Wikipedia Selbstverbrennungen von KurdInnen als „Selbstmordanschläge“ dargestellt werden.

Ausgerechnet Öcalan: Gegen Herrschaft und Gewalt?

Vom Stalinisten zum Anarcho? Schriften des amerikanischen Anarchisten Murray Bookchin fanden den Weg durch die Knastzensur und sollen großen Eindruck auf den PKK-Führer gemacht haben.

Die Skepsis vieler Linker gegenüber einem angeblich undogmatischen, gar anarchistischen Neuanfang der kurdischen Freiheitsbewegung in allen Teilen Kurdistans auf den Staatsgebieten der Türkei, des Irak, Syriens und des Iran ist daher nur allzu verständlich. Gerade der Umstand, dass ein solcher Schwenk von Abdullah Öcalan, dem die Anordnung von Erschießungen wegen Verrat an der Partei und sogar Mord an parteiinternen Rivalen nachgesagt wird, ausgehen soll, sorgt für ungläubiges Kopfschütteln. Eine Bewertung dessen, was sich derzeit in den kurdischen Regionen sowie den kurdischen Communities in Europa und anderen Teilen der Welt vollzieht, kann und soll hier nicht geleistet werden; im Folgenden wird sich daher notgedrungen auf eine Wiedergabe des Inhalts des Öcalan-Buches beschränkt. Es ist ein ambitioniertes Werk, das ursprünglich auf dem VI. Kongress der PKK 1999 als Basis für die Umorientierung von Partei und Bewegung dienen sollte; aufgrund seiner Verhaftung musste Öcalan seine Schreibarbeiten unter den Bedingungen der Isolationshaft und während seines Prozesses fertig stellen, so dass das Buch erst 2004 erschien. Der rote Faden in dem Buch ist eine entschlossene Staats- und Patriarchatskritik, hergeleitet aus dem Übergang der Familien- und Clangesellschaften in die ersten Stadtstaaten, insbesondere in der Epoche der Sumerer um ca. 3000 vor Christus. Öcalan sieht in diesen Vorgängen konstituierende Momente für das Wesen des Staates und begründet somit auch sein Projekt einer nicht-eurozentristischen Geschichtsphilosophie. Mit den anarchistischen Klassikern Bookchin und Kropotkin sieht er in der gemeinschaftlichen, kommunikativen Tätigkeit das entscheidende Merkmal der menschlichen Existenz. Gestützt auf archäologische Befunde und entschlüsselte Keilschriften, aber zentral in der Auseinandersetzung mit der frühorientalischen Mythologie zeigt Öcalan auf, wie mit der Gründung der ersten Staatsgebilde im Windschatten der ersten Religionen entgegen der natürlichen Gesellschaften die Unterdrückung aller matrizentrischen Gesellschaftskonzepte zu Gunsten hegemonialer patriarchaler Strukturen einherging: Die Legende des Konfliktes zwischen dem männlichen Gott Enki und der Göttin Inanna, in welcher Enki die Errungenschaften der Zivilisation raubt und sich so zum Herrscher über Inanna und die Welt aufschwingt, bezeuge unter anderem die gewaltige Zerrissenheit innerhalb der ersten Staaten und Religionen; Enki stehe symbolisch für die Herrschaft der Priester und mit ihnen die Errichtung eines aggressiv patriarchalen Staates.

Sumerer, Marx, Quantenphysik, Foucault

Öcalan konstruiert zu keinem Zeitpunkt so etwas wie eine eigene Natur von Frau und Mann, sondern sieht alle Wesenszüge als soziale Zuschreibungen an. Der patriarchale Charakter des Staates leite sich aber vom Machtkampf zweier unterschiedlicher Organisationsformen von Gesellschaft ab, und der Staat sei schließlich als Herrschaftsmethode einer männlichen Priesterclique entwickelt worden. Für Öcalan sind Funktion und Erscheinungsbild des Staates damit vorherbestimmt: Er sei von nun an immer die Methode, mit der sich eine zu Unterdrückung und Ausbeutung bereite Gruppe die Herrschaft sichere. Öcalan verwendet einen Großteil seines Buches auf die historische und kulturelle Genese des Staates in all seinen Ausprägungen, von der Antike bis heute. Methodisch beschreibt er die Entwicklungen dabei konsequent aus der Perspektive der Leidtragenden etatistischer Gesellschaftsentwürfe und führt seine Urteile auf die frühen Stadtstaaten der Sumerer sowie seine Kritik am Patriarchat zurück. Programmatisch hält Öcalan fest: „Alle anderen Formen von Sklaverei und Knechtschaft entwickelten sich als Folge der Versklavung der Frau […] Ohne die Versklavung der Frau zu überwinden, können auch die anderen Sklavereien nicht überwunden werden“ (S.22/23), und später: „Solange die gesellschaftliche Gleichheit der Geschlechter nicht hergestellt ist, bleibt jede Forderung nach Freiheit und Gleichheit sinnlos und unerfüllbar“ (S.296). Im Kontext mit den gängigen Vorurteilen über die gesellschaftliche Realität in den Staaten, in denen die kurdische Bewegung ihren Kampf führt, erscheint der politische Gehalt dieser Worte unermessbar. Parallel zu einer dezidierten Wissenschaftskritik, die sich stark an die Objektivitätsskepsis der Kritischen Theorie anlehnt, gelangt Öcalan mit Anleihen bei Marx und Foucault sowie immer wiederkehrenden Ausflügen in die Quantenphysik – der gleichberechtigte, anti-hierarchische Aufbau der Materie – schließlich zur Abkehr vom leninistischen Staatsentwurf, dem er sich, wie er selbstkritisch anmerkt, lange Zeit verpflichtet fühlte. Lenin habe den Staat, wie schon der politische Marx, als Methode verwenden wollen, ohne zu sehen, dass der Staat sich selbst immer Selbstzweck sei. Folgerichtig habe sich der Staat Lenins Definition „wie ein verzauberter Gegenstand“ entzogen. Der Historische Materialismus, dem Öcalan ebenfalls in Bezug auf das Scheitern der Sowjetunion den Rücken kehrt, habe im Verbund mit dem Etatismus des Kommunismus in Wahrheit nur den bürgerlichen Staat als unveränderbar und naturgegeben verklärt. Die Bedingungen eines hegemonialen Kapitalismus würden schließlich heute die ohnehin auf Ausbeutung und Unterdrückung ausgelegten Zwecke des Staates ins Unendliche potenzieren.

Demokratischer Konföderalismus

Öcalan entfaltet eine historische Dialektik, wenn er jede Bewegung des Etatismus als Reaktion im Kampf mit der sich ebenfalls weiterentwickelnden natürlichen Gesellschaft bestimmt. Dies ähnelt dem operaistischen Verständnis der kapitalistischen Entwicklung als fortdauernde Reaktion auf den Klassenkampf, nur dass Öcalans Fokus klar auf dem Problem des Staates liegt: Es würden immer ideelle und auch konkrete Gegenentwürfe zur staatlichen oder religiösen Herrschaft bestehen, die sich zwangsläufig aus deren Widersprüchen entwickelten – in proletarischen Milieus, im politischen wie privaten Widerstand von Frauen in islamischen Gesellschaften oder auch in der Kultur unterdrückter Völker. Ohne es zu benennen, kommt Öcalan hier dem Konzept der Multitude von Toni Negri nahe. Den Begriff „Volk“ füllt er mit der oben bereits erwähnten anarchistischen Grundauffassung über die menschliche Existenz in Bezug auf die natürliche Gesellschaft, deren Motor gemeinschaftliches Schaffen und Kommunikation sei. Hier zeigen sich große kulturelle und ideengeschichtliche Unterschiede zur westeuropäischen, zumal deutschen Linken. Für so manch akademischen linken Geist hierzulande wäre es sicherlich ein leichtes, Öcalan rhetorisch in die Ecke der „Volksgemeinschaft“ zu drängen. Doch ein solches Unterfangen wäre kulturell verkürzend und geradezu bösartig. Schlussendlich formuliert Öcalan Demokratie als einzigen Ausweg aus der desaströsen Lage der Menschen im Mittleren Osten. Dabei unterscheidet er Demokratie ausdrücklich von jeder auf den Staat gerichteten Politik, und führt für diese beispielhaft die von den USA etablierten Staatsstrukturen im Mittleren Osten an. Dagegen propagiert Öcalan einen auf Verständigung und anti-hierarchische Strukturen bauenden Prozess der Gewahrwerdung der eigenen Situation aller Menschen des Nahen und Mittleren Ostens.

Es gibt zaghafte Informationen darüber, dass dieser Prozess in einigen Gebieten der Osttürkei und des Nordiraks tatsächlich eingeleitet sei, dem gegenüber aber auch Informationen vor allem über die nach wie vor inhumanen Praktiken der PKK stehen. Möglicherweise finden die Gedanken in Öcalans Buch ihre Entsprechung auch mehr an der zivilen Basis als in den bewaffneten Milizen. Zudem kontrastiert der anhaltende Personenkult um Abdullah Öcalan dessen reale Bedeutung: Abgeschnitten von der Außenwelt auf der Gefängnisinsel Imrali und körperlich stark angeschlagen, schwinden die Möglichkeiten Öcalans, den Kurs der PKK nachhaltig bestimmen zu können.

Marcus Munzlinger

Buchcover: Jenseits von Staat, Macht und Gewalt von Abdullah Öcalan



Öcalan, Abdullah: Jenseits von Staat, Macht und Gewalt. Verteidigungsschriften, Mesopotamien Verlag, Neuss 2010. 600 Seiten, ISBN: 978-3-941012-202-2, Euro 15.

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Kommentare
Karakök Autonome – FdA-IFA sagt
03.02.2012 08:50
Wie beurteilen AnarchistInnen Öcalans anarchistische Äusserungen? – Einige Anmerkungen zu seinen “Verteidigungsschriften”

Im September 2010 erschien eine deutsche Übersetzung des Buchs „Jenseits von Staat, Macht und Gewalt“ von Abdulllah Öcalan, dem Anführer der PKK (Arbeiterpartei Kurdistans). Seitdem machen sich auch im deutschsprachigen Raum Diskussionen zum plötzlichen Sinneswandel Öcalans breit. An deutschsprachige Informationen zu gelangen, gestaltet sich hierbei nicht gerade als einfach. Gerne möchten wir daher als auch in der Türkei aktive AnarchistInnen über die Rahmenbedingungen sowie den Nachhall von Öcalans Stellungnahme berichten.

den ganzen Text findet ihr in der 改道 Gǎi Dào Nr.14 / 02.2012
http://gaidao.blogsport.de
Interview mit türkischen AnarchistInnen sagt
03.02.2012 08:52
Das Anarşi Kolektifi Ankara (Anarchistisches Kollektiv Ankara) ist eine synthetische Organisation von AnarchistInnen, die seit mehreren Jahren in der türkischen Hauptstadt aktiv ist. Die Workers Solidarity Alliance beschloß, ein kurzes Interview mit den türkischen GenossInnen zu führen, um die globalen Beziehunen der Solidarität zu erweitern, von ihren Kämpfen zu erfahren und das Gelernte auf die eigenen Kämpfe hier in Nordamerika anzuwenden.

Das folgende Interview gibt eine sehr kurzgefaßte Einführung in die anarchistische Organisation in der Türkei. In Reaktion auf die breite Auswahl an Fragen äußern sich die Mitglieder der AKA zu den sozialen Kämpfen, in denen sich AnarchistInnen in der Türkei engagieren, besonders in den schwulen und antimilitaristischen Bewegungen, sowie auch zum tieferen Kontext des libertären Kampfes in der Türkei, so z.B. der Niedergang des Marxismus und die staatliche Repression des revolutionären Kampfes. Insbesondere faszinierend ist die Analyse der AKA des militanten kurdischen Kampfes für Autonomie vom Staat. Während viele AnarchistInnen die bewaffnete Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) wegen ihrer Geschichte von, gegen die ArbeiterInnenklasse gerichteten nationalistischen Aktionen, kritisieren oder sie bestenfalls als hoffnungslos stalinistisch abschreiben, erkennt die AKA an, daß es innerhalb der Organisation einige legitime theoretische Bewegung hin zu anti-autoritären Positionen gegeben hat und daß diese Öffnung neue Möglichkeiten eröffnet, daß libertäre Vorstellungen in der breiteren kurdischen Bewegung außerhalb der PKK Fuß fassen können.

Die Fragen des Interviews wurden von mehreren verschiedenen AKA-Mitgliedern beantwortet, so daß die Antworten die verschiedenen Strömungen innerhalb der Organisation wiedergeben. In einem Fall entschieden zwei Mitglieder, getrennt auf dieselbe Frage zu antworten.

Das Interview findet ihr in der 改道 Gǎi Dào Nr.14 / 02.2012
http://gaidao.blogsport.de
KAF sagt
27.03.2012 15:11
It is sad sometimes to hear some European Anarchist groups giving credit and praise to Abdulla O’calan for the positive changes that the Kurdish people have obtained in Turkey. We believe the case to be exactly the opposite as O’calan and his people have come under the increasing democratic influence of the ordinary people and their grassroots movements, and more particularly of the ideas of Anarchists and Anarchism. Those members of European Anarchists groups that attended the Social Forum in Diyarbakir in 2009 and 2010 know the truth.

The consciousness of the Kurdish people in Turkey has changed and is undergoing real progress. We can now speak of a large number of people who support the Anarchist movement on the ground. During protests, demonstrations and during the Kurdish Festival of Nawroz (Kurdish New Year) can now be seen waving red and red-and-black anarchist flags without any fear of the authorities. Also the publishing of the magazine ‘Corvus’ is another sign of this major change in the character of the struggle.
KAF sagt
27.03.2012 15:16
PKK and PJAK are the same; they are the two faces of the same coin. PJAK is the PKK’s wing that has spread over all parts of Kurdistan, in Iraq, Turkey, Iran and Syria. They both are hierarchical and paramilitary organisations. They are both involved in nationalist propaganda and have no connection with Anarchism or Libertarian Socialism… From A to Z they are different to us. They are closer to the hierarchical Socialist parties because they want to take power.

We are aware that Ocalan’s ideas have changed since he has been in prison. But we are not very optimistic about these changes. Also these changes have not, at least for the time being, been reflected in practice or organisationally in the PKK and PJAK. It is certainly true that the PKK has got many followers among the Kurdish people and have a big impact on Kurdish mass movements. They also talk about federalism. But none of this makes them in any way Anarchist organisations, nor does it make them compatible with Anarchism. They are, in fact, as far as one can get from Anarchists and Anarchism because Ocalan, first has not given up his authority and dominance over the mass movement, and second, they are still advocating nationalism and patriotism. As regards PJAK, they have demonstrated even less direct-democratic change and have had an even smaller influence on spontaneous mass movements than the PKK in Turkey.

We will only support the PKK when they give up the armed struggle completely, engage in organising popular grassroots mass movements for the sake of achieving the people’s social demands, denounce and dismantle centralised and hierarchical modes of struggle and instead turn to federated autonomous local groups, end all relations and dealings with the states of the Middle East and the West, denounce charismatic power politics, and convert to anti-statism and anti-authoritarianism – only then will we be happy to cooperate with them fully.

These would require major changes and would entail a massive undertaking that we regretfully cannot foresee in the current situation and under the leadership of the PKK and PJAK.
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