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Berlin: Proletarian Hop
Am Fr, 29. April um 19.00 Uhr | Ort: FAU-Lokal, Lottumstr. 11 (nahe U2 Rosa-Luxemburg-Platz)
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29.04.2011 von 19:00 bis 23:45 |
| Wo | FAU-Lokal, Lottumstr. 11 (nahe U2 Rosa-Luxemburg-Platz) |
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Vor 125 Jahren wurde in Chicago der Erste Mai als Kampftag der Arbeiterbewegung begründet. Die berüchtigte Haymarket-Affäre, die sich in jenen Tagen ereignete, führte letztlich zur Verurteilung mehrer Anarchisten für ein Bombenattentat, das sie nicht begangen hatten. Dieses Ereignis brannte sich tief ins Bewusstsein der amerikanischen Arbeiterbewegung ein, und es gab einen Vorgeschmack auf die Kämpfe, die noch kommen sollten.
Die Geschichte der Arbeiterbewegung in den USA ist eine äußerst blutige. Dort zeigte sich der Klassenkampf in einer „schärferen und extremeren Form als in irgendeinem anderen Teil der Welt“, wie einst Betrand Russel urteilte. Zugleich entwickelte die US-Arbeiterbewegung eigentypische Formen, die sich deutlich von der europäischen unterschieden. Ihr militanter und anarchischer Charakter, ihr Hang zur Spontaneität und Revolte jenseits zentralistischer Arbeiterparteien, aber auch deren Entfaltung einer Gegenkultur üben noch heute eine große Faszination aus. Überbleibsel dieser Tradition halten sich bis in die Gegenwart und beseelen „das andere Amerika“, das hierzulande kaum wahrgenommen wird.
In einem Vortrag mit Bildern und Videos schildert Referent Holger Marcks die Geschichte einer Arbeiterbewegung in dem wohl widersprüchlichsten Land der Welt: von der Ersten Internationale in den USA und den Chicagoer Anarchisten, über die legendären Wobblies und den Niedergang der revolutionären Arbeiterbewegung, bis zur heutigen Revolte in Wisconsin gegen die Anti-Gewerkschaftsgesetze. Daneben wird es Musik aus und über die US-Arbeiterbewegung geben. Abgerundet wird der Abend mit einem deftigen Chili con Carne. Aber Vorsicht: hot!
Eintritt: frei
Weitere Informationen: http://www.fau.org
Organisiert von: FAU Berlin | siehe http://www.fau.org




















