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Berlin: „Kein Freibier für alle“ – Studieren ohne deutschen Pass

— abgelegt unter: ,

Am Fr, 21. Oktober um 19.00 Uhr | Ort: FAU-Lokal, Lottumstr. 11 (nahe U2 Rosa-Luxemburg-Platz)

Was
  • Infoveranstaltung
  • Termin
Wann 21.10.2011
von 19:00 bis 22:00
Wo FAU-Lokal, Lottumstr. 11 (nahe U2 Rosa-Luxemburg-Platz)
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Uni-Assist ist ein gemeinnütziger Verein. Nach Eigendarstellung ist dessen Aufgabe „die Unterstützung der Hochschulen und der ausländischen Studierenden bei der Bewerbung um ein Studium in Deutschland.“ Mitglieder sind neben dem Deutschen Akademischen Austauschdienst sehr viele deutsche Hochschulen, darunter alle großen Berliner Unis und die Potsdamer Uni. Wer sich ohne deutschen Pass an diesen Hochschulen bewerben will, muss das über Uni-Assist tun. Der Verein beurteilt dann die Echtheit und Vollständigkeit der Unterlagen und leitet sie, wenn sie für gut befunden werden, an die Unis weiter.

Der „Service“ hat seinen Preis: Wer nicht aus der EU kommt und sich bewerben will, zahlt allein für die Vorprüfung 68 Euro, auch für die Bewerbung selbst und jede Folgebewerbung hat man zu berappen. Wer beim ersten Versuch nicht angenommen wird und sich nächstes Semester erneut bewirbt, löhnt wieder. Da es wegen der Abschaffung der Zentralvergabe in vielen Studiengängen üblich geworden ist, sich an zehn oder mehr Unis zu bewerben, um überhaupt einen Platz zu kriegen, kommen so schnell beträchtliche Beträge zusammen.

Ob Uni-Assist wirklich einen guten Service für die Studierenden anbietet, darf bezweifelt werden. Denn die Prüfung der Vollständigkeit der Bewerbungsunterlagen ist eigentlich Aufgabe der Immatrikulationsämter in den Unis. Es ist nahe liegend, dass Uni-Assist eher outgesourcte Arbeit der Unis übernimmt und die ausländischen Studierenden dafür zu bezahlen haben. Für Deutsche gilt dieses Verfahren natürlich nicht: (noch) gibt es die Prüfung der Immatrikulation für sie umsonst.

Bezeichnend mag der Kommentar des Geschäftsführers von Uni-Assist zu einer Kritik des AStA Potsdam sein: „Im Grunde genommen geht es dem AStA offensichtlich darum, dass er einen freien Zugang generell zum Studium ... wünscht. Und das ist so ein bisschen wie die Forderung: Freibier für alle - ohne das jemand sagt, wer das Freibier bezahlt.“

Zur Information und offenen Diskussion über Erfahrungen mit Uni-Assist und einem Versuch der Bewertung lädt die Bildungssektion der FAU Berlin ein.

Eintritt: -

Weitere Informationen: http://www.fau.org/berlin

Organisiert von: Sektion Bildung | FAU Berlin | siehe http://www.fau.org/berlin

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