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Berlin: Videokundgebung vorm Kino Babylon
Am 27. August 2009, 20 Uhr, am Rosa-Luxemburg-Platz.
Prekäre Arbeitsverhältnisse überall angreifen!
Unterstützt die kämpfende Belegschaft des Babylon!
Seit Mitte Juni wird im Kino Babylon Mitte ein Arbeitskampf geführt. Hintergrund ist die Weigerung der Geschäftsführung, über einen Haustarifvertrag zu verhandeln, den die Belegschaft gemeinsam mit ihrer Gewerkschaft FAU entworfen hatte. Dieser Tarifvertrag fordert Löhne von denen mensch leben kann, Nacht- und Feiertagszuschläge, die sofortige Umwandlung aller befristeten in unbefristete Verträge, eine ordentliche Entlohnung von PraktikantInnen, kurzum: das sofortige Ende prekärer Verhältnisse im Babylon Mitte.
Das
Berliner Maydaybündnis unterstützt die kämpfenden Beschäftigten des
Babylon. Sie machen deutlich, dass man sich gegen prekäre
Arbeitsverhältnisse wehren kann. Als Mayday-Bündnis setzen wir uns für
die Selbstorganisierung von Beschäftigten gegen ihre prekären Arbeits-
und Lebensbedingungen ein, nicht nur auf den von uns organisierten
Paraden am 1. Mai. Uns ist ein Widerstand im Alltag, am Arbeitsplatz,
an der Uni, der Schule oder dem Jobcenter wichtig. So haben wir die
streikenden BesucherbetreuerInnen des Berliner Technikmuseums ebenso
unterstützt wie kämpfenden Beschäftigten im Einzelhandel. Die
Beschäftigten des Babylon machen deutlich, dass man sich gegen prekäre
Arbeitsbedingungen auch in der Kinobranche wehren kann.
Großes Kino – kleine Löhne!
Dort sind wenig Lohn und schlechte Arbeitsbedingungen die Regel. Dagegen haben wir mit der Kampagne „Mir reicht’s nicht“ im Vorfeld und während der Berlinale 2008 interveniert. Dazu gehörte auch eine Solidaritätsaktion mit den für einen neuen Tarifvertrag kämpfenden Beschäftigten des Cinemaxx-Kinocenters am Potsdamer Platz im Dezember 2007. Wir sehen den Arbeitskampf der Babylon-Beschäftigten im gleichen Zusammenhang. Ob im Großkino a la Cinemaxx oder im subventionierten Programmkino wie im Babylon: die Beschäftigen müssen sich Löhne von und Arbeitsbedingungen mit denen sie leben können erkämpfen. Unterstützen Sie dabei:
Wir wollen mit dieser Videokundgebung deutlich machen, dass gegen prekäre Arbeitsbedingungen überall gekämpft werden kann und dass der Arbeitskampf im Babylon keine Privatangelegenheit der Beschäftigten ist. Wir wollen in Radiobeiträgen und Videos über den Arbeitskampf im Babylon und Widerstand gegen prekäre Arbeits- und Lebensbedingungen informieren. Anschließend wollen wir gemeinsam mit denjenigen, die aus Solidarität mit den Beschäftigten auf einen Kinobesuch verzichten, einen Filmabend der anderen Art mit einem Überraschungsfilm gestalten.
Organisiert vom Mayday-Bündnis Berlin.
Hintergrundinformationen im Blog der Babylon-Beschäftigten.




















