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Düsseldorf: Fred Alpi et Gilles Fegeant

— abgelegt unter:

Am 21. September 2009 in der Corneliusstr. 108 (Hinterhof)

Was
  • Termin
Wann 21.09.2009
von 19:00 bis 22:00
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Konzert mit Fred Alpi et Gilles Fegeant, Cable Street Beat Düsseldorf und Paul GeigErzähler.

F. Alpi, der ebenso rauhe wie poetische anarcho-syndikalistische Militante & Kampfsport-Meister, ist einer der derzeit bekanntesten libertären französischen Musiker. Fred, der gerne als der „französische Billy Bragg“ bezeichnet wird, ist am 21.September 2009 erneut im Düsseldorfer Hinterhof. Bereits im Berlin der 80er schrieb er mit der Band „Sprung aus den Wolken“ als Teil der Geniale-Dilettanten-Bewegung, zu der u.a. auch die Einstürzenden Neubauten zählten, Musikgeschichte. In den vergangenen Jahren mischte er als Gitarrist der mitlerweile aufgelösten Pariser Streetpunk-Combo „Brigada Flores Magon“ unter anderem die einschlägigen Düsseldorfer Clubs des öfteren auf. Cable Street Beat und die FAU Düsseldorf präsentieren ihn nun von einer anderen Seite. Begleitet von nur zwei akustischen Gitarren gelingt dem Anarcho-Chansonnier dabei eine eigene, mitreißende Kombination aus rockiger Energie und melodiöser Poesie.

Fred Alpi

Fred Alpi wurde Anfang der Sechziger Jahre in Schweden geboren (jedem Klischee genügend mitten im Wald, in der Nähe eines Sees). Er lebte nacheinander in Amiens, Brüssel, Berlin und Paris. Neben seinem Wissensdurst und seiner Leidenschaft für das wirkliche Leben ist sicherlich die Musik für ihn das Wichtigste. Als Jugendlicher spielte er in Amiens in einer Punkband. Zu dieser Zeit fing er an, Kampfsport zu erlernen (heute unterrichtet er als Kung-Fu-Meister) und durch enge Freunde kam er sowohl mit Experimental- und Industrial-Musik als auch mit libertären Ideen in Kontakt. Durch häufige Reisen nach Belgien bekam er Lust, sich in Brüssel niederzulassen, wo die Musikszene zu der Zeit in voller Aufbruchstimmung war. Dies war für ihn die Zeit des Experimentierens, doch blieben hier viele seiner Erwartungen 003unerfüllt.

Später, nach inspirierenden Jahren in Berlin, eroberte er Europa mit Sprung aus den Wolken, einer Pionierband der Industrial Szene. Sie war neben den Einstürzenden Neubauten und M.D.K Teil der Geniale Dilletanten-001Bewegung im Berlin der 80er. Ihr Song Pas Attendre wurde von Wim Wenders für seinen Film Himmel über Berlin verwendet und wurde so etwas wie ein Underground-Hit. Mit einigen der damaligen Weggefährten arbeitet Fred Alpi noch heute zusammen. So produzierte Alexander Hacke (Einstürzende Neubauten) ein Album von ihm und der Maler Kiddy Citny besorgte das graphische Konzept für zwei seiner Alben. Paradoxerweise war es auch in Berlin, wo Alpi- neben seiner Tätigkeit als Bassist und Gitarrist- seine Freude am Schreiben und Singen in französischer Sprache entdeckte.

Nach Paris zurückgekehrt, spielt er mehrere Jahre in der Metro und in Bars, wo er seine ersten Lieder mit der Gitarre begleitet. Seine Texte tragen schon sein Markenzeichen: Sie sind gleichzeitig von seiner Liebe zur 002Anarchie und der Anarchie seiner Liebe geprägt. Hier drückt er seine libertären Überzeugungen aus, die von einer direkten, subtilen und bissigen Poesie getragen werden. Seine meist autobiographischen Chansons sind sensibel und zornig zugleich. Hier finden sich zähneknirschender Humor und Erotik- und sogar einige philosophische Bezüge...

Mit der musikalischen oder thematischen Welt des „neuen“ französischen Chansons hat er nichts gemein. So sucht er sich zunächst Musiker, die wie er für kompromisslosen Rock stehen, und so sind seine beiden ersten Alben auch im klassischen Rocktrio entstanden. Doch kommen Alpis Texte und seine 001Stimme erst mit akustischer Gitarrenbegleitung zur vollen Geltung, und er beschließt anlässlich seines dritten Albums, es nur mit zwei akustischen Gitarren zu besetzen, die zu seinen Liedern besser passen. Diese sparsame Besetzung gestattet es Gilles Fegeant- dem talentierten Gitarristen, der Alpi von nun an begleitet- die Chansons mit rockgefärbten Bluesmelodien zu bereichern. Der Titel seines dritten Albums „Se reposer ou être libre“ entspricht seinem Image: Es ist engagiert und leidenschaftlich- und immer ist da diese rockige Energie, die allen 14 Titeln gemein ist. Sein Bedürfnis nach Strom, Krach und Wut ist auch immer groß geblieben.

Seine Einstellung zu Unabhängigkeit und Freiheit brachte Fred Alpi dazu, sein eigenes Label zu gründen: „Nidstång“. Seit 1999 hat er drei Alben herausgebracht und denkwürdige Konzerte in Frankreich, Québec, Deutschland und Schweden gegeben. Die Bühne ist schon immer sein Lieblingsort gewesen. Ein Sänger, dessen Ideen sowohl in der Tat als auch in den Liedern zum Ausdruck kommen...

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