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Berlin: "Die Weichen stellen"

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Am Fr, 13. Mai um 19.00 Uhr | Ort: FAU-Lokal, Lottumstr. 11 (nahe U2 Rosa-Luxemburg-Platz)

Was
  • Infoveranstaltung
  • Termin
Wann 13.05.2011
von 19:00 bis 21:30
Wo FAU-Lokal, Lottumstr. 11 (nahe U2 Rosa-Luxemburg-Platz)
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Fachgewerkschaften, die auf den Putz hauen, und Industriegewerkschaften, die dauernde Reallohnverluste hinnehmen – steht die Gewerkschaftswelt etwa Kopf? Denn immerhin hatte sich in der historischen Gewerkschaftsbewegung weitestgehend das Industrie- bzw. Branchenprinzip als Organisationsmodell durchgesetzt und vielerorts die Berufsgewerkschaften verdrängt. Deren exklusiver Ansatz wurde dabei als Spaltung der potentiellen Organisationsmacht von ArbeiterInnen betrachtet. Das Beispiel der deutschen Gewerkschaftslandschaft zeigt aber, dass große Industriegewerkschaften nicht zwangsläufig schlagkräftig und die Fachgewerkschaften dagegen relativ lebendig sind.

Welche Organisationsstrukturen dem gewerkschaftlichen Kampf die nötige Durchschlagskraft und Dynamik verleihen können, war stets ein zentrales Thema innerhalb der Gewerkschaftsbewegung. Dabei ging und geht es nicht nur um die Pole von Stellvertretung vs. Selbstorganisation, Funktionärsapparate vs. Basisstrukturen, Zentralismus vs. Föderalismus, Einheitsgewerkschaft vs. Gewerkschaftspluralismus, sondern auch um die Frage des Vereinigungsprinzips (Branche vs. Beruf) und des Wirkungsgebietes (Kampf- vs. Sozialorganisation).

In einem Vortrag werden die grundlegenden Streitlinien in der Frage der gewerkschaftlichen Organisationsstruktur vorgestellt und aus syndikalistischer Sicht bewertet. Eingehender beleuchtet werden insbesondere die industriegewerkschaftlichen und berufsgewerkschaftlichen Konzepte, wo auch in der syndikalistischen Bewegung nicht immer Klarheit bestand. Aber auch die Frage, wie weit der gewerkschaftliche Wirkungsradius reichen soll (etwa über die Produktionsstätten hinaus auch in den Reproduktions- und Konsumtionsbereich oder gar in weitere soziale Felder), wird anhand des syndikalistischen Konzepts der „gewerkschaftlichen Sozialorganisation“ erläutert werden. Welche Organisationsstrukturen in der Gegenwart den Erfordernissen einer antikapitalistischen Bewegung am ehesten entsprechen und Gegenmacht entfalten können, soll im Zentrum der anschließenden Diskussion stehen.

Referenten: André Eisenstein & Holger Marcks.

Eintritt: frei

Weitere Informationen: http://www.fau.org/berlin

Organisiert von: FAU Berlin | siehe http://www.fau.org/berlin

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